27.01.2021
Grußwort des Superintendenten

Ich grüße Sie mit der Jahreslosung 2021:

Seid barmherzig,
wie auch euer Vater barmherzig ist!

Lukas 6, 36

Liebe Besucher unserer Homepage,

wir alle haben ein turbulentes Jahr 2020 hinter uns. Wir haben ein ganz anderes Weihnachten und auch ein völlig anderes Ostern erlebt. Das hätte sich sicherlich keiner träumen lassen: Gottesdienste sind ausgefallen. An Weihnachten gab es in den meisten Gemeinden keine Krippenspiele… – Und dennoch ist Weihnachten (und auch Ostern) nicht ausgefallen!

Für mich war dieses letzte Weihnachtsfest auch schon eine Auslegung der Jahreslosung für das Jahr 2021. Denn an Weihnachten haben wir es wieder gehört und verkündet: Gott lässt seinen Sohn Mensch werden. Jesus kommt in die Welt – auch in eine Corona-Welt!

Er ist Mensch geworden! Schwach und hilflos lag er in einer Krippe! Doch dort bleibt er nicht! Er ist schwach geworden, um bei den Schwachen zu sein: auf den Corona-Intensivstationen, in Flüchtlingslagern und in den Notgebieten dieser Welt. Er ist bei denen, die hungern, die leiden und die Leid tragen müssen. Und er ist bei allen, die verunsichert sind durch die Pandemie.

Diese Pandemie hat unser Leben mächtig durcheinandergewirbelt. Und dennoch ist es Weihnachten geworden, so, wie es Ostern war! Denn Gott ist nicht ausgewandert. Jesus ist da! Und er trägt die „Krone des Lebens“ – nicht das Virus, das sich die „Krone/Corona“ unserer Aufmerksamkeit geschnappt hat.

Gott ist barmherzig, denn er tritt uns zur Seite! Und wir hören: Er will auch uns barmherziger machen. Gott ist Mensch geworden, damit wir menschlicher werden können!

Für mich heißt das: Auch weiter aufmerksam und rücksichtsvoll miteinander umzugehen. Nicht nur auf meine „demokratischen Grundrechte“ und mein „Recht“ zu pochen. Vielmehr – einander beizustehen!

Gott hat ja an Weihnachten auch auf sein Recht verzichtet. Er, der Schöpfer und Richter der Welt hätte durchaus das Recht gehabt, die Erde und uns Menschen zu richten! Aber er hat sich unser erbarmt – damit auch wir barmherzig werden!

Das ist Gottes Zu-Mutung für dieses Jahr. Dazu macht Gott uns Mut! Dafür stattet Jesus uns aus, dass wir seine Liebe in die Welt tragen, dass wir barmherzig sind: mit den Politikern, die sich ihre Entscheidungen nicht leicht machen; mit denen, die besonders unter der Pandemie leiden und auch mit denen, die vor lauter „Pandemie“ so leicht vergessen werden.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein spannendes und gesegnetes Jahr 2021 – voller erfahrbarer und weitergebbarer Barmherzigkeit!

Herzliche Grüße und Gottes reichen Segen!

Ein behütetes Jahr 2021 wünscht Ihnen
Ihr Superintendent Arnd Kuschmierz


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