Kirche

Die Kirche in Etzdorf ist im Stil des Thüringer Bauernbarock 1777-1779 erbaut. Vor der Barockkirche stand an gleicher Stelle eine kleine gotische Kirche aus dem 14. Jh.



Adressdaten


  • Hauptstraße 2
    07613 Etzdorf

Beschreibung


Der Rittergutsbesitzer und Patron der Kirche Friedrich Ludwig Otto von Etzdorf ließ sich an drei Stellen der Kirche sichtbar verewigen. So sind seine Initialen FLOVE in der Turmfahne, über dem Weltportal und an der Herrschaftsloge auf der Nordseite der Kirche zu sehen.

Beim Kanzelaltar fallen links und rechts der Kanzel die Figuren von Mose und Aaron ins Auge. Gekrönt wird der Kanzelaltar mit dem auferstandenen Christus. Ein Symbol für den Opfertod und für die Auferstehung Christi ist am Fuße der Christusfigur zu finden. Der Pelikan tötete seine Jungen und erweckte sie nach drei Tagen mit dem eigenen Blut auf.
Die Orgel mit zwei Manualen und 18 Registern wurde 1779 von Christian Sigismund Voigt aus Uhlstädt gebaut. 1917 mussten die Pfeifen zu Kriegszwecken abgegeben werden, doch schon 1921 konnte die Orgel wieder eingeweiht werden.

Ursprünglich hatte der Turm zwei Glocken, die im I. Weltkrieg abgeliefert werden mussten. An Stelle der Bronzeglocken wurden 1919 drei Stahlglocken aufgehangen, die seit 1964 elektrisch geläutet werden.

Zuletzt wurde die Kirche in den 1980er Jahren umfangreich restauriert. In den neunziger Jahren erhielt die Kirche ihre äußere barocke Farbfassung.

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